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Sexistische Werbung

Sexismus wird allgemein verstanden als die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, wozu auch kulturell bedingte Geschlechterrollen und Stereotype von Weiblichkeit und Männlichkeit zählen. Wenn sexistische Werbung kritisiert wird, bezieht sich das darauf, dass z.B. geschlechterbezogene Vorurteile und Verhaltensweisen dargestellt werden, die eine Personengruppe gegenüber einer anderen sozial abwertet. Aber es gibt viele weitere Kriterien, die in einem Handlungsleitfaden zusammengefasst wurden. Der Handlungsleitfaden wurde von der Arbeitsgruppe „Gegen sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung“, in der auch der Deutsche Frauenring vertreten ist. Die Abwertung von Frauen in der Werbung stellt aus menschenrechtlicher Sicht eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts dar.

Werbung erregt in der Gesellschaft Aufmerksamkeit und regt die Konsumbedürfnisse der Bevölkerung an. Als Nebeneffekt vermitteln verbreitete Werbebilder auch Lebensanschauung, Werte, Ideale, Verhaltensmuster sowie Orientierungen und das kann durchaus prägende Wirkung auf die Betrachtenden haben.

Nach wie vor ist sexistische Werbung Realität, auch wenn bei vielen der großen Unternehmen bereits das Problembewusstsein vorhanden ist. Sprunghaft angestiegen ist seit kurzem die Kritik aus der Bevölkerung an Inhalten von Internetwerbung. Der Deutsche Werberat hatte im ersten Halbjahr 2017 über 241 kritisierte Werbemaßnahmen zu entscheiden, in 66 Fällen schloss sich das Gremium der Bürgerkritik an und beanstandete die Inhalte gegenüber den werbenden Unternehmen. Nur in 5 Fällen wurde öffentlich gerügt, da die Unternehmen sich uneinsichtig zeigten. Jedoch bringt Schelte aus der eigenen Branche auch PR, also nicht wirklich ein Grund für die Gerügten, in Zukunft umzudenken.

Die folgenden Forderungen der CEDAW-Allianz trägt auch der Deutsche Frauenring mit

  • ein ausdrückliches gesetzliches Verbot (rassistisch-) geschlechterdiskriminierender Werbung und eine gesetzliche Definition des Begriffs „sexistische Werbung“ in diesem Verbot oder an anderer geeigneter Stelle;
  • eine verpflichtende Vorprüfung von Werbemaßnahmen durch den Deutschen Werberat oder eine andere Prüfstelle;
  • eine Vertretung von Expert*innen, die außerhalb der Werbewirtschaft stehen, im Deutschen Werberat – wie in anderen europäischen Ländern auch;
  • ausreichende Sanktions- und Durchsetzungskompetenzen für den Deutschen Werberat

Der Deutsche Frauenring engagiert sich für:

  • die Verurteilung von Gewaltdarstellungen, von sexistischen Darstellungen und Verunglimpfung von Frauen in den Medien und fordert ein gesetzliches Verbot geschlechterdiskriminierender Werbung
  • die Vielfalt weiblicher und männlicher Rollenbildern
  • die Einrichtung einer wirksamen unabhängigen Kontrolle außerhalb des Werberats zur Unterbindung sexistischer Werbung und die Ausstattung der Prüfstelle mit ausreichenden Sanktions- und Durchsetzungskompetenzen.

Seit 2015 engagiert sich der Deutsche Frauenring in der Arbeitsgruppe „Gegen sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung“. Details zu den Arbeitsergebnissen finden Sie auf dieser Webseite unter AG Sexistische Werbung.

Unser Faltblatt Sexism shouldn´t sell informiert über die Problematik „Sexistische Werbung“ und zeigt mögliche Protestoptionen auf. Das Faltblatt ist auch als Hard-Copy über unsere Bundesgeschäftsstelle zu beziehen

Kampagne Parität

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Stichwort WESTAFRIKA
DEUTSCHER FRAUENRING e.V.
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BIC BRLA DE21EMD
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